Ich hätte nie gedacht, dass ein Körper, der plötzlich aus dem Gleichgewicht gerät, so viel über das Leben lehren kann. Doch genau das ist passiert. Jeder MS-Schub hat mich gezwungen, wenn auch nicht liebevoll, hinzuschauen. Hinzuschauen dahin, wo ich sonst vielleicht weggesehen hätte. In die Tiefe meines Körpers, meiner Gedanken, meiner Beziehungen und meines Lebensrhythmus.
Heute weiß ich: Hinter jedem MS-Schub steckt nicht nur Schmerz oder Angst, sondern auch eine Botschaft. Fünf dieser Botschaften möchte ich heute mit dir teilen, weil sie mich verändert, geöffnet und mir gezeigt haben, was wirklich zählt.
Was ich durch meine MS-Schübe über Heilung, Freundschaft und mich selbst gelernt habe 💫
1. Mein ganz persönliches Gesundheitsteam
Warum Heilung Teamarbeit ist : zwischen Medizin, Natur und innerer Weisheit
Ich habe wiederholt gelernt, dass Genesung bei MS nicht nur in Arztpraxen stattfindet. Mein Gesundheitsteam besteht aus Menschen und Methoden, die meinen Körper und meine Seele stärken. Da ist mein Neurologe, der medizinisch an meiner Seite steht, aber auch die Ostoepathie, die mit sanfter Craniosacraltherapie meinem Nervensystem spürbar Ruhe und meinen Nervenbahnen „Fluss“ schenkt. Mein Heilpraktiker begleitet mich mit energetischen Ansätzen wie der Oberon-Methode, während Familie und Freunde mich emotional auffangen. Und dann ist da noch mein innerer Kompass – meine Intuition, meine innere Weisheit – und die Natur, die mich erdet, heilt und mich immer wieder daran erinnert, dass Regeneration ein natürlicher Prozess ist, zu dem Loslassen gehört.
2. Wer wirklich an meiner Seite steht
Wie Krisen zeigen, welche Beziehungen echt tragen
Krisen sind wie ein Filter. Sie zeigten mir, wer bleibt, wenn es still und unbequem wird. Während eines Schubs habe ich gespürt, welche Menschen wirklich da sind, nicht nur mit Worten, sondern mit Mitgefühl und ehrlichem Interesse. Ich habe gelernt, dass es wichtig ist, Grenzen zu ziehen und zu entscheiden, wen ich in solchen Momenten nah bei mir haben möchte. Diese Klarheit hat meine Beziehungen verändert und vertieft. Sie hat mir gezeigt, welche Menschen ehrlich tragen, und welche nur lose Fäden waren. Eine Krise während eines MS-Schubs hat sogar einer zerstrittene Freundschaft wieder vereint 🫶!
Sind wir hier schon verbunden?
3. Zeit ist das Wertvollste, was ich habe
Warum ein Schub mich gelehrt hat, meine Energie neu zu lenken
Ein Schub stoppt dich. Er nimmt dir Tempo: besonders, um Dinge im Außen zu erledigen, zu kontrollieren oder abzuarbeiten. Ein MS-Schub nimmt auf besondere Weise Energie und das manchmal gewaltsam. Zugleich zwingt ein Schub, hinzusehen: Womit verbringe ich eigentlich meine Tage, meine Zeit, mein Leben? Ich habe erkannt, dass ich oft in Routinen und Gedanken festhing, die mich nicht erfüllten. Heute frage ich mich viel bewusster, was mein Herz zum Hüpfen bringt. Schreiben, draußen sein, Musik hören, lachen, einfach sein. Das sind die Momente, die mich lebendig machen. Ich versuche, meine Seele bewusst zu nähren- und die Dinge, die mir Energie rauben, loszulassen.
4. Wut zeigt, wo ich noch im Widerstand bin
Wie ich gelernt habe, Widerstand in Frieden zu verwandeln. Wut weist mir den Weg zu innerer Ruhe

Ich habe lange geglaubt, dass ich nicht angreifbar und verletzlich bin, wenn ich alle kontrolliere, mich stark und kühl zeige. Doch unter dieser vermeintlichen Schutzstrategie lag Angst! Angst vor Traurigkeit, Hingabe, Kontrollverlust Ohnmacht und Gefühlen. Angst vor dem Leben. Erst als ich zugelassen habe, diese unangenehmen Gefühle zu spüren, habe ich verstanden, dass sie mir etwas zeigen wollen: FRIEDEN. Widerstand gegen das was ist zu leisten, ist ein Zeichen von Angst vor dem Leben. Angst vor Hingabe und dem Vertrauen in den Fluss des Lebens. Ich leiste sehr oft Widerstand gegen das, was ich nicht kontrollieren kann. Heute weiß ich, wenn ich im Widerstand bin; dann spiegelt sich das durch Anspannung in meinem Körper insb. Brustkorb wider. Und Widerstand versperrt mir das Leben! Heute versuche ich, diesen Widerstand nach und nach zu lösen – durch Atem, Meditation, Gespräche, Schreiben. Und je mehr ich loslasse, desto mehr Frieden zieht in mir ein.
5. Gesundheit ist mein höchstes Gut
Wie ich meinen Körper und meine Gedanken heute pflege und ehre
Ich weiß heute: Mein Körper ist kein Gegner, sondern mein engster Verbündeter. Der Tempel meiner Seele! Durch die Multiple Sklerose spricht er mit mir, manchmal laut, manchmal leise. Ich habe endlich die Notwendigkeit verstanden, meinen Körper zu achten, zu pflegen und ihm Gutes zu tun. Ernährung, Bewegung, Schlaf, Gedankenhygiene, all das ist keine Pflicht, sondern Ausdruck von Liebe. Ich möchte mich nicht mehr gegen meinen Körper stellen, sondern mit ihm leben, in Verbundenheit und Achtsamkeit.
Ich könnte noch so viel mehr erzählen über das, was ich aus meinen MS-Schüben mitgenommen habe – über Demut, Vertrauen, Dankbarkeit. Doch wenn ich alles auf das Wesentliche herunterbreche, bleiben diese fünf Erkenntnisse: Sie sind mein Fundament geworden. Und vielleicht steckt in jeder Krise nicht nur Schmerz, sondern auch ein neuer Anfang.
💫 Was bleibt: Dankbarkeit, Vertrauen und ein neues Bewusstsein für das Leben 💫
Ich könnte noch so viel mehr erzählen über das, was ich aus meinen MS-Schüben in den letzten 12 Jahren mitgenommen habe. Über Demut, Vertrauen, Dankbarkeit. Doch wenn ich alles auf das Wesentliche herunterbreche, bleiben diese fünf Erkenntnisse: Sie sind mein Fundament geworden. Und vielleicht steckt in jeder Krise nicht nur Schmerz, sondern auch ein neuer Anfang.
Erkennst du dich in meinen Erkenntnissen wieder?
Schreib mir über deiner Erkenntnisse während eines MS-Schubs.
Pass gut auf dich auf 🫶!
Deine Alexandra
