Verlaufsformen bei MS: Was die Abkürzungen RRMS, SPMS und PPMS bedeuten

Aufklärung ist mir wichtig! Deshalb erzähle ich dir heute – ganz einfach – die Verlaufsformen bei MS.

In diesem Beitrag geht es um die Abkürzungen RRMS – SPMS – PPMS

Verlaufsform bei MS

Das sind die drei typischen Verlaufsformen bei MS.

Im Folgenden erkläre ich dir verständlich, was diese Abkürzungen genau bedeuten:

Die erste Verlaufsform: RRMS

RRMS ist ein englischer Begriff und steht für “Relapsing Remitting Multiple Sclerosis”. Übersetzt bedeutet RRMS = schubförmiger remittierender Verlauf.
Bei den meisten Personen mit Multipler Sklerose verläuft die Krankheitsaktivität in Schüben. Die auftretenden Symptome können sich nach Tagen oder Wochen teilweise oder sogar vollständig zurückbilden. Diese Schübe treten unregelmäßig und zeitlich unbestimmen Abständen auf. Es kann sogar vorkommen, dass eine Person mit MS über mehrere Jahre hinweg keine Schübe hat und beschwerdefrei ist. Der schubförmige-remittierende Verlauf tritt bei etwa 85 Prozent der MS-Erkrankten zu Beginn der MS-Erkrankung auf und ist die häufigste Form der Multiplen Sklerose.

Die zweite Verlaufsform: SPMS

SPMS ist ein englischer Begriff und steht für “Secondary Progressive Multiple Sclerosis”. Übersetzt bedeutet SPMS = sekundär progredienter Verlauf.
Bei etwa 30 bis 40 Prozent der Menschen mit MS kann nach 10 bis 15 Jahren der erste schubförmige Verlauf in einen sekundär progredienten Verlauf übergehen. Das bedeutet, dass die durch die Schübe verursachten Einschränkungen weitgehend bestehen bleiben und die Beschwerden kontinuierlich zunehmen (= progredient).
Im Vergleich zum ersten Verlauf (RRMS) kommt es hier also nicht mehr zu einer Rückbildung der Schübe. Im Gegensatz dazu werden beim sekundären Verlauf die Schübe seltener; auch hier gibt es Phasen des „Schubstillstands“.

Die dritte Verlaufsform: PPMS

PPMS ist ein englischer Begriff und steht für “ Primary Progressive Multiple Sclerosis.” Übersetzt bedeutet PPMS= Primär progredienter Verlauf.
Dies ist die seltenste Verlaufsform der Multiplen Sklerose, von der nur etwa 10% betroffen sind. Bei diesem Verlauf treten keine Schübe auf, sondern die Krankheitssymptome verschlechtern sich von Anfang an über einen längeren Zeitraum. Der Verlauf ist von Beginn an progrediente, also fortschreitend. Die Symptome bilden sich hier nicht mehr zurück, sondern nehmen schleichend zu. Typisch für diese Verlaufsform ist, dass sie meist erst im zwischen dem 40. und 50. Lebensjahr auftritt, während die RRMS bereits mit Anfang 20 beginnt.

Nach Jahren der Forschung haben Mediziner und Wissenschaftler herausgefunden, dass es weitaus mehr als nur drei Verlaufsformen bei MS gibt. Ich habe mich für den Anfang nur auf die drei häufigsten Verlaufsformen fokussiert.

HIER findest du alle Abkürzungen in Form eines Videos.

Du hast noch nicht genug? Dann schau dir weitere Beiträge an, in denen ich über Multiple Sklerose aufkläre und meine Erfahrung als Betroffene teile!

Quellen: https://www.betanet.de/multiple-sklerose-allgemeines.html

2 Kommentare zu „Verlaufsformen bei MS: Was die Abkürzungen RRMS, SPMS und PPMS bedeuten“

  1. Hallo, habe da mal eine Frage zu. Bei mir ist ist eine ppms diagnostiziert worden, bekomme aber als Therapie Tecfidera verschrieben. Also ein Medikament gegen die rrms. Wie passt das zusammen? MfG Jürgen

    1. Hi Jürgen, danke für deine Nachricht. Meines Wissens nach kann das nicht so pauschalisiert werden. Sprich am besten mit deinem*deiner Arzt*Ärztin :). Viele Grüße

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