Multiple Sklerose: Wenn die Krankheit zum inneren Kompass wird

Es gibt diese Momente im Leben, in denen das Universum scheinbar eine Pause-Taste drückt. Für mich war dieser Moment nicht einfach eine Pause, sondern ein heftiges Rütteln, ein Signal, das sich in Symptomen namens Multiple Sklerose manifestierte. Und ja, ich weiß, wie paradox es klingt, aber ich habe gelernt, MS nicht als Gegner zu sehen, sondern als eine Art Wegweiser. Vielleicht ein rauer, unbequemer Wegweiser, aber einer, der mich auf neue Pfade geführt hat. Und ganz besonders zurück zu mir.

Was zunächst wie ein Schock wirkte, entpuppte sich als unerwarteter Wendepunkt: MS wurde nicht zum Ende, sondern zum Anfang einer tiefgreifenden Reise zu mir selbst. Statt gegen meinen Körper zu kämpfen, begann ich zuzuhören – seinen Botschaften, seinen Grenzen, seinen Bedürfnissen. Durch Achtsamkeit, Selbstliebe und bewusste Entscheidungen lernte ich, nicht nur mit der Krankheit zu leben, sondern durch sie zu wachsen. In diesem Beitrag teile ich meinen Weg, meine Erkenntnisse – und vielleicht findest du darin auch einen Impuls für deinen eigenen ✨.

Diagnose MS: Mein Weg zu Achtsamkeit & Selbstmitgefühl

Als die Diagnose kam, war es, als würde der Boden unter mir weggeschlagen. Taubheitsgefühle, Kribbeln, eine unsichtbare Schwere, die sich durch meinen Körper zog – all das waren Warnsignale, die ich lange ignoriert hatte. Ich funktionierte, ich plante, ich erfüllte Erwartungen.

Doch vor allem lebte ich entgegen meiner Werte sowie Träume und dem, was ich eigentlich in meinem Leben erleben wollte.

Der Schock war die unbequeme Wahrheit

Meine innere Stimme, die nach Ruhe und Selbstfürsorge rief, wurde von der lauten To-Do-Liste meines Alltags übertönt.

Die MS-Erkrankung zwang mich, hinzuhören. Sie zwang mich, meine Grenzen anzuerkennen, meine Überzeugungen zu hinterfragen und vor allem: mich selbst.

Es ist eine unbequeme Wahrheit, aber oft sind es die größten Krisen, die uns zu den tiefsten Erkenntnissen führen. Plötzlich war nicht mehr die Frage, wie ich noch schneller oder noch mehr schaffen konnte, sondern was ich überhaupt in meinem Leben erleben und erschaffen möchte!

In meinem Buch „Heilung beginnt bei mir“ nehme ich dich intensiv mit auf meine Reise in ein glückliches Leben mit Multipler Sklerose.

Die Suche nach Antworten führte mich weg von äußeren Erfolgen hin zu meinem Inneren… 💜

Ich habe gelernt, dass mein Körper keine Maschine ist, die reibungslos läuft. Mein Körper ist ein hochsensibles System, das auf meine Gedanken, meine Gefühle, meine Ängste und meine Freuden reagiert. Mein Körper ist das Spiegelbild meiner Seele! Wenn ich mich emotional überfordere, nicht auf meine Bedürfnisse achte, wenn ich mich selbst verleugne – dann meldet sich die MS. Manchmal ist es ein Kribbeln, das nicht weichen will, manchmal eine bleierne Müdigkeit, die alle Pläne durchkreuzt.

Die MS Symptome sind für mich zu Botschaften geworden. Sie sind nicht nur Störungen, sondern Signale meiner Seele, die mir zuflüstern (oder manchmal auch zuschreien): „Halt! Schau hin! Was brauchst du jetzt wirklich?“ Es ist, als würde die MS einen Spiegel vorhalten, der mir gnadenlos zeigt, wo ich noch lernen darf, liebevoller mit mir umzugehen.

Multiple Sklerose als Ruf zur Achtsamkeit und Selbstliebe

Bevor die MS in mein Leben trat, war Achtsamkeit für mich ein abstraktes Konzept. Heute ist sie mein „tägliches Brot“. Ich habe gelernt, auf die feinen Nuancen meines Körpers zu achten, auf die kleinen Warnsignale, bevor sie zu großen Symptomen werden. Ich habe gelernt, Pausen einzulegen, auch wenn der Kopf sagt, es gäbe noch so viel zu tun. Ich habe gelernt, „Nein“ zu sagen, wenn ein „Ja“ nicht zu mir und meinen Bedürfnissen passt.

Dieser Weg ist nicht immer einfach. Es gibt Tage voller Frustration und Traurigkeit, an denen die Krankheit mich fest im Griff zu haben scheint. Aber selbst an diesen Tagen versuche ich, einen Funken Dankbarkeit zu finden. Dankbarkeit dafür, was ich habe, was ich in mir trage und was ich bereits um mich erschaffen habe,.

Ich weiß, dass die MS solange bleiben wird, bis sie mich vollständig gelehrt hat, genauer hinzusehen, tiefer zu fühlen und bewusster zu leben.

In einem besonderen Artikel von mir, nehme ich dich mit in einen Moment, in dem ich meine MS-Symptome wahrlich wegweinte 📖.

Multiple Sklerose ist kein Segen, das möchte ich klarstellen! Gleichzeitig sie kann ein Katalysator sein. Ein Katalysator für tiefgreifende Veränderungen, für ein bewusstes Leben und für eine unerbittliche Selbstliebe, die wir alle so dringend brauchen. Sie ist für mich zu einem Wegweiser geworden – einem, der mich immer wieder daran erinnert, meinen eigenen Weg zu gehen und auf die leisen und lauten Botschaften meines Körpers und meiner Seele zu hören.

Und vielleicht, nur vielleicht, ist das ja der wahre Weg zur Heilung – nicht nur des Körpers, sondern der ganzen Person….

Wenn der Körper spricht, hörst du zu?

In Liebe,
Alexandra

Sind wir hier schon verbunden?

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